Let's talk about LIEBE

Ich erlaube mir, mitten hinein zu springen, in eines der - in das große Thema: Die Liebe.

Die Liebe ist das Leben des Menschen, sie pulsiert in ihm. Das Herz, Herzensliebe, Herzenswärme, es pumpt nicht bloß unser Blut durch die Adern, es pulsiert, unser Puls ist an vielen Stellen unseres Körpers zu spüren.

Wir sind am Puls der Zeit, wenn wir uns ganz aktuell mit dem hier und jetzt beschäftigen, wir spüren das Leben am Puls der Zeit.

Und neben der Herzensliebe, die Freundschaften, Eltern-Kind-Beziehungen und das warme Geben ausmacht, der sogenannten Agape, der All-Liebe, gibt es einen zweiten Bereich der Liebe: die körperliche oder sexuelle Liebe.

Mal verschrien als das Tier in uns, das überwunden werden muss, verteufelt - mal hochstilisiert und zum Kult erhoben. Beides wird ihr nicht gerecht.

Unser körperliches Zentrum, nehmen wir den Menschen als Quadrat, wie Leonardo Da Vinci ihn zeichnete: So liegt das geometrische Zentrum des Menschen auf Höhe der Genitalien. Kann das Zufall sein?

Diese Liebeskraft für sich allein genommen ist fordernd, nehmend. Der Mann nimmt sich ein Weib, das Weib nimmt die Frucht des Mannes. Wozu? Um etwas Neues entstehen zu lassen, rein biologisch ist es die Kraft der Fortpflanzung, die ein Kind zeugt und uns zu Eltern werden lässt.

Ohne den Fortpflanzungsprozess zu betrachten ist diese Kraft pure Lebensenergie, die von unten aufsteigt, durch uns pulsiert - am deutlichsten zu spüren im Orgasmus: Dann nehmen wir ein Pulsieren wahr, genau so wenig steuerbar wie unser Herz, eine Kraft durchströmt uns. Diese Kraft ist der Eros - Agapes Gegenüber und Ergänzung.

Die eine Kraft verbindet uns mit den Anderen und lässt uns über uns hinauswachsen, die andere Kraft verbindet uns tief mit uns selbst - sie lässt uns tief in uns hineinwachsen.

Beide Kräfte zusammen sind eine vollkommene und bedingungslose, gar ewige Liebe. Sie lassen uns Geben und Nehmen, Nachkommen zeugen und sie liebevoll großziehen, sie lassen uns unsere Mitmenschen lieben und uns die Kraft finden, zu ihnen zu stehen ohne uns selbst dabei zu verlieren. Wir stehen zu uns und den anderen, wir bleiben zentriert.

Nehmen wir den Menschen vor uns als Bild, malen die beiden Liebeszentren, das Herz und die Genitalien hinein und verbinden wir sie nun schwungvoll: Indem wir sie rechtsherum und linksherum umkreisen, ergibt sich das Zeichen einer aufrechten 8. Dieses Zeichen (nicht die Zahl) steht - so wie die liegende 8 für Unendlichkeit steht - so steht die stehende 8 für die Ewigkeit.

Die Liebe, die wir in diesen beiden Zentren vereinen können, ist ewig.